Veranstaltungen

KUNST TRIFFT GESELLSCHAFT

 

Mit Veranstaltungen wie Festivals mit internationalen Künstlern, Workshops und Seminaren bringen wir Performancekunst in die Region.

  Klangvorhang e.V. und EntrAxis e.V. präsentieren 

 REDLEG 

 Ein performativer Spaziergang

auf der Heilbronner Waldheide 

 

Mit den Performancekünstlern VestAndPage, daz disley, Fenia Kotsopoulou,

Sara Simeoni und Marcel Sparmann, sowie den Mighty Tinies

An einem Nachmittag im Sommer 2020 

 

 

Wir laden ein zu einem performativen Rundgang über die Waldheide Heilbronn, dem ehemaligen Standort amerikanischer nuklearer Mittelstreckenraketen. Vom Treffpunkt geht es für ca. 1.5 Stunden in einem gemeinsamen einfachen Fußmarsch über die Waldheide, wo an unterschiedlichen Stationen internationale Performancekünstler zeitgenössische Reflexion an historischer Stelle eröffnen. Ein Spaziergang der etwas anderen Art: künstlerisch, unmittelbar, nachdenklich, kontextgebunden und zutiefst menschlich.

Wo in den 1990er Jahren die Menschen für die Friedensbewegung marschierten, gehen wir heute gemeinsam unter dem Zeichen der Begegnung, der Kollaboration, und dem gemeinsamen Schaffen und Erleben: hier vereinen zwei regionale Vereine ihre Missionen, hier trifft Performancekunst auf Klangkunst, Geschichte auf Natur, Künstler arbeiten miteinander und mit dem Publikum. Denn wir vertreten die Vorstellung, dass aus der Begegnung und der Verbindung von Einem mit dem Anderen immer etwas Unerwartetes, noch Unbekanntes, entsteht. Aus der Kreuzung von zwei Achsen entstehen Räume, die sich immer wieder neu entfalten. Und diese neueröffneten Begegnungsräume möchten wir gemeinsam mit Ihnen entdecken und erfahren.

 

 

ÜBER DIE KÜNSTLER

 

VESTANDPAGE (DE/IT)

 

Die Neckarsulmer Künstlerin Verena Stenke und der Venezianische Künstler und Autor Andrea Pagnes arbeiten seit 2006 gemeinsam als VestAndPage und haben weltweit Anerkennung für ihre Performance-Kunst, Filmkunst, als Autoren und mit internationalen Community Projekten erlangt. Ihre Kunstpraxis ist kontext- und situationsbedingt und psycho-geographisch konzipiert als Antwort auf soziale Kontexte, natürliche Um-gebungen, historische Orte und Architekturen. In ihren Werken bewegen sie sich zwischen dem Ungesehenen und dem Unvorhergesehenen, dem Ungesagten, dem Vergessenen und dem Verdrängten. In einer "Poetik der Beziehungen" bewegen sie sich durch die Begegnung mit dem Anderen, wobei sie Schwellenstadien untersuchen, die durch Instabilität und eine oft beunruhigende Konfrontation mit Zeit, Erinnerung, Kommunikation und die Zerbrechlichkeit des Individuums und des Kollektivs innerhalb sozialer und ökologischer Bereiche gekennzeichnet sind.

MARCEL SPARMANN (DE) & SARA SIMEONI (IT)

 

Marcel Sparmann studierte Theater- und Performancekunst an der Universität Hildesheim und Umweltkunst an der Glasgow School of Art. Sein Interesse erstreckt sich über das gesamte Medienspektrum der Kunst und beinhaltet Einflüsse aus Tanz, Raumkunst, Video und Installation. Er arbeitet als Künstler und Dozent in solistischen und kollaborativen internationalen Projekten, wobei sein Schwerpunkt auf der Schaffung von komprimierten und intimen Räumen sowie einer handlungsorientierten Sprache liegt. Seine Performancearbeiten sind geprägt von einer Ein-fachheit, die von einer poetischen Ästhetik und Temperatur getragen wird, einem Naturphänomen vergleichbar.

 

Die in Turin geborene Tänzerin, Performerin und Choreografin Sara Simeoni schafft Werke für Tanztheater, Film und Ausstellungen. Sie sucht mit einer ihr ganz eigenen Körperlichkeit nach einer Position in der Welt. In ihren Arbeiten verschränkt sich die Energie der Bewegung mit der Kraft des Bildes zu einer konvergenten Choreographie. Sie fokussiert sie darauf, den Körper in einen konstanten Zustand der Dringlichkeit, einer "Nowness", zu versetzen. Präsenz und Energie sind grundlegende Elemente ihrer Arbeit, das sie dem Körper die Freiheit geben, eine neue Dynamik in Bezug auf Raum und Zeit zu schaffen. Bewegung ist bei Sara zugleich Ortungs- und Verständnisversuch, Dialog und Konflikt.

 

 

FENIA KOTSOPOULOU (GR) & DAZ DISLEY (UK)

 

Die griechische Künstlerin Fenia Kotsopoulou bewegt sich zwischen ortsspezifischer Performance, Tanz und Video. Sie lässt sich durch das tägliche Leben und von der menschlichen Interaktion mit Technologie und Natur, Geschlechterrollen, sowie sozialen und politischen Fragen inspirieren. Auf der Suche nach einem ganzheitlichen Weg und mit rhizomatischem Ansatz arbeitet sie mit Künstlern aus verschiedenen Bereichen zusammen. Sie ist auch daran interessiert, wie Tradition Kunst beeinflusst oder Quelle sozial engagierter Kunstprojekte sein kann.

 

daz disley ist britischer Musiker, Produzent und Toningenieur, der im Bereich der Klangkunst und Softwareentwicklung arbeitet. Er produziert Werke in den Bereichen Videotanz und Performance für Kamera, sowie experimentelle technologiebezogene Bildherstellung. Er ist Vorstandsmitglied und Künstler der Organisation SlumGothic, die mit benachteiligten Gemeinden in Gainsborough, Lincolnshire, arbeitet, um Kunst und Kunstpraxis als sozialen Klebstoff zu nutzen. In seiner kreativen Praxis untersucht er experimentell das Thema der Zeit, wobei er häufig musikalische Perspektiven nutzt.

 

 

MIGHTY TINIES (DE)

Es kommt nicht immer auf die Größe an! Im Land der Zwerge ist die Ukulele der Platzhirsch. Kein anderes Instrument darf größer sein, das ist Konzept. So präsentiert das Ukulelen-Duo poussierlichen Jazz & Swing mit Nasenflötensoli, Backpapier-Arien und einer ordentlichen Portion Schabernack. Inzwischen ist das Duo immer wieder auch zum Trio oder gar Quartett angewachsen. Trotz allem Zuwachs bleibt das Konzept starr und jedwedes Neuinstrument wird offiziell mit einem standardisierten Ukulelenmaß vermessen und erst bei bestandener Eignung feierlich in die Band aufgenommen.

Eine Zusammenarbeit mit Klangvorhang e.V. 

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